Unter den Oberbegriff Designboden fällt jeder elastische Untergrundbelag, der nicht aus PVC gefertigt wurde. In der Regel kommen verschiedene Materialkombinationen zum Einsatz, um ein optisch überzeugendes Ergebnis zu erreichen, das zugleich strapazierfähig ist. Weichmacher, die im Ruf stehen, gesundheitsschädlich zu sein, werden dabei aber keinesfalls verwendet. Wenn Sie sich für einen Designboden entscheiden, können Sie sich deshalb darauf verlassen, dass beispielsweise Phthalate nicht zum Einsatz kommen. Üblicherweise werden Materialien wie PET oder PU genutzt, die völlig unbedenklich sind. PET ist nicht ohne Grund das gängige Material für viele Trinkflaschen.
Wie robust ist Designboden?
Die Robustheit des Bodenbelags hängt maßgeblich von der Dicke der Nutzschicht ab. Zur Orientierung existieren Nutzungsklassen (NK). Für wenig genutzte Privatwohnbereiche (Schlaf- und Gästezimmer) empfiehlt sich die NK 31. Diese hat eine Dicke von 0,3 mm. Für regelmäßig genutzte Gebäude und gewerbliche Bereiche kommen die NK 33 bis 41 infrage. Diese verlangen eine Mindestdicke von 0,5 mm. Im Zweifel sollten Sie stets die höhere NK wählen.
Die Nutzschicht ist dabei allerdings nicht mit der gesamten Aufbauhöhe zu verwechseln. Diese kann problemlos mehrere Millimeter betragen. Fünf und mehr sind keine Seltenheit. Dies ermöglicht es, sie auch schwimmend zu verlegen. Dies bedeutet, dass der Designboden keine feste Verbindung mit dem Untergrund besitzt. Er wird also beispielsweise nicht auf Fliesen festgeleimt, sondern einfach mit einer Schutzmatte als Trennung aufgelegt. Dies erleichtert es erheblich, ihn bei Bedarf wieder zu entfernen.
Was ist der Unterschied zwischen Design- und Vinylboden?
Im Prinzip sind sich Vinyl- und Designböden sehr ähnlich, handelt es sich doch um weiche und elastische Beläge. Allerdings arbeiten Varianten mit Vinyl mit den erwähnten kritischen Weichmachern. Wer auf diese verzichten möchte, sollte sich deshalb stets für den Designbelag entscheiden.